Trier im Dezember 2014

Liebe Freunde,

früher – sehr viel früher – haben wir Ansichtskarten  mit Grüßen verschickt, uns die Finger mit sms und Mails vertippt oder Kommentare als pdf herumgesendet, wir wollen das jetzt hoffentlich übersichtlicher und leichter lesbar – weil mit viel mehr Bildern – gestalten.

Natürlich könnt Ihr auch weiterhin die Grüße einfach entgegennehmen und sofort den Rest löschen, wir schreiben hier zum Spaß mal weiter.

Beginnen wir mit unserer Reise nach Südafrika im Herbst dieses Jahres.

Angefangen hat alles am 19.10.2014 morgens um 8.00 in Kapstadt.

Es ist Sonntag, der Himmel strahlend blau bei 20 Grad und wolkenfreiem Table Mountain. Also Auto abholen und rauf zur Station.

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Ich glaube, bei diesem tollen Licht werden wir noch ein das eine oder andere Foto schiessen, kein Wunder, dass so viele Werbeleute hierherkommen um ihre Aufnahmen zu machen.

Wir wohnen ab heute Nachmittag zunächst einmal da unten so ca. 2 cm rechts vom Stadion.

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“Sage den Kindern gerade noch, dass wir gut angekommen sind und was sie heute im Haushalt tun sollen ?!

Und dann gehen wir nach den CONDOR-Häppchen mal richtig Frühstücken und das bei 24 Grad  … und bevor die anderen hier hoch kommen.”

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… und die freundlichen Nachmittagswolken, die den Tafelberg so oft einhüllen.

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Am Nachmittag sind wir nämlich wieder unten und  mitten im Trubel, denn im Stadion spielen

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in der Premier Soccer League die beiden Kapstädter Mannschaften  Kaizer Chiefs gegen Ajax Capetown,

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ein Lokalduell, das neben 44.000 begeisterten und frenetisch schreienden Zuschauern zusätzlich Tausende in die Stadt zieht. Wie schon gesagt, wir wohnen relativ nah am Stadion. Die Stadt bleibt voll und gesperrt bis in die späten Abendstunden. Selbst unser Taxi bleibt stecken, wir wollen zur Waterfront, laufen den Rest zu Fuß. Schöner erster Tag.

Nun wollen wir nicht alle Tage einzeln abhaken, denn wir haben unseren beiden tierischen Freunden

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und Tracy

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versprechen müssen, neben den üblichen Tierfotos aus Südafrika immer auch an die vielen kleinen Artgenossen zu denken, die einfach oft vergessen werden oder unerwähnt bleiben.

Das wollen wir insbesondere in Bezug auf Meerestiere berücksichtigen. Wir geben unsere Tour auf der Garden-Route deshalb in Stichworten und Bemerkungen zu einzelnen Stationen wieder.

 

Auf dem Weg zu diesen netten Flamingos trafen wir in Paternoster nördlich von Kapstadt

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im  Voorstrand-Restaurant  – beste holländische Fischbude vor Ort –

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auf diese wenn auch ehemaligen Meeresbewohner

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In Paternoster steht schon an der ersten von wenigen Kreuzungen ein Mann mit einem lebenden Hummer in der Hand – man sollte die Tiere aber nicht „schwarz“ kaufen, morgens ist offizieller Fischverkauf am Strand.

An der Viktoria & Albert Waterfront in Kapstadt

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ließ sich daraufhin die Mannschaft des Harbour House Restaurants

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nicht auf Kompromisse ein und offerierte uns Ihre Shrimps mit Avocadocreme auf Salat. Hier gibt es endlich wieder diese großen und reifen Super-Avocados.

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… oder Thunfisch-Tartar

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Bei der Weinauswahl verwies man uns auf das nahe Stellenbosch:

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Tipp: Buitenverwachting (“Jenseits aller Erwartungen”) am Nachmittag mit einer Weinprobe im kleinen schattigen Innenhof. Buitenverwachting war eines der ersten südafrikanischen Weingüter, die die Bezahlung ihrer Arbeiter von Natural  (Wohnen, Essen und Wein) auf eine reguläre Entlohnung umgestellt haben.

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Kleine Zalze ganz groß. Nachdem wir das Gate endlich passieren durften, kommen wir zum Weingut.

Das gesamte Gelände der “Kleinen Zalze” umfasst locker 250 ha. Darauf liegen das Weingut, eine Lodge, eine kleine Urbanisation und ein 18-Loch Golfplatz, alles im Familienbesitz von Kobus and Mariette Basson. Rolf Schulz aus good old Germany ist für den Wein verantwortlich.

Kleine Zalze kann man auch bei uns z.B. in Luxemburg kaufen, Flasche hier ab 80 ZAR (EUR 5,70) in Luxemburg ab EUR 10,00.

… sehr gut wie immer und schon zu Ende (wie immer). Generell eine gute Gelegenheit, hier die Vorräte für die nächsten Tage aufzuforsten.

Mittags dann mal zu JORDAN

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Kleines Brotzeit-Picknick  aus der Bakery zu

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„Sehr schön Marina, dass Du als Fahrerin das Wasser auch mal zeigst“

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… und 2012er Prospector. Weinproben werden hier grundsätzlich individuell ausgesucht und dann am Tisch beratend serviert.

 

Nach einem Besuch in Stellenbosch geht’s etwas nördlich zu MARIANNEs Wine-Estate. Der eigentliche Weingutsbetrieb wurde von einem Franzosen komplett neu aufgebaut, weshalb die ehemaligen Räumlichkeiten angemietet werden können. Zur Buchung gehört natürlich auch die Teilnahme an einer Weinprobe (auch ab 9.00 Uhr morgens nach dem Frühstück auf der tollen Probenterrasse möglich).

Das hier ist erst mal unsere Terrasse.

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Blick von der Terrasse auf den Pool und in die Berge, links die Poolbar mit Billardraum …

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Die kleine Küche des Gästehauses mussten wir an diesem Abend mit niemand teilen.

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Da sieht man es doch, wenn die Holländer einmal mehr Platz haben, machen Sie auch was daraus.

Na, dann mal herzliche Grüße von hier!!!

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Die kleine Karoo ruft

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und wir kommen dann gerne auf die Tiere zurück. Vorsicht am Straßenrand …

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… so hübsch sind bei den Straußenvögeln nur die Männchen, die Weibchen sind sandfarben (sagen wir mal wegen der Tarnung im Gelände)

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“Du hast einfach keine Ahnung wie hübsch die Weibchen sind!” “Okay, die Männer müssen sie ja mögen, habe bisher nur die braunen gesehen”.

Straußenpaare bleiben ein Leben lang zusammen. Ob es daran liegt, dass sie sich Dinge nur bis zu 3 Minuten merken können, ist wissenschaftlich nicht erwiesen.

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Hier muss noch etwas angefüttert werden.

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Zwischenstopp in Montagu in unserer netten holländischen Herberge

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Zur Begrüßung gibt es ein Gläschen Muscadel, ein für die Gegend typischer Süßwein.

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Die Wirtin spricht von Safe Go in Montagu und wir sind auch nach dem Abendessen ganz ruhig um die Ecken nach Hause gegangen.

Vor Ort empfehlen wir (auch für Durchreisende) an der Longstreet „The Rambling Rose“, die Jungs dort erfüllen vom Frühstück über Lunch und Patisserie mit Eis alle Wünsche ihrer Gäste.

Hier in Montagu, der Stadt der Trockenfrüchte, kann man zum Wein noch Nüsse und Früchte zukaufen.

Man sollte aber nie an dieser Ecke parken.

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Es geht nach Oudtshoorn, Zwischenstopp  in Calitzdorp bei

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Sieht zunächst unscheinbar aus, aber hier wird einer der bekanntesten südafrikanischen Portweine produziert. Die Trauben reifen im Februar bei einer Lufttemperatur von 45-48 Grad.

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Zeit, eine Kleinigkeit zu sich zu nehmen, spontan im

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Am Nachbartisch einige junge Leute, die sich am frühen Nachmittag den Sparkling Wine schmecken lassen. Plötzlich steht einer auf, läuft zum Auto, holt einen Kleidersack und verschwindet im Lokal, springt auch eine junge Frau auf, läuft ebenfalls ins Lokal. Fünf Minuten später erscheinen sie in Anzug und Minikleid und rufen: „Jetzt aber schnell noch zum Standesamt“. Alles Gute, wir bleiben gelassen.

Diesem Stopp verdanken wir nämlich die seltene Aufnahme von 3 der hiesigen Tiere auf engstem Raum

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… von links nach rechts Rind, Springbock und Strauß. Sie sind natürlich auch in Natura hier im Bericht vertreten, wird noch ein richtiger Tierfilm wie früher von Grzimek.

 

Weiter durch die kleine Karoo mit Straußenfarmen und viel Landschaft zum Addo-Elephant-Park.

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„Gleich schreibt der wieder nur übers Essen“

Tut er nicht, denn bei aller Schönheit der Kuzuko-Lodge möchte ich hier aus gutem Grund mal nicht über das Essen sprechen.

Wir haben heute am Mittag 34 Grad. Die von einer Hochzeit übrig gebliebene Festdeko werde ich Familie Reusch für die Feierlichkeiten am Pool zur anstehenden Kindstaufe ihrer Enkelin Pauline mitbringen.

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Wir verschieben unsere Safari auf den späten Nachmittag.

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„Ich wollte doch nicht so oft aufs Bild und das auch noch bei Gewitter“

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„Erst knattern sie mit einem Jeep hier durch und dann wundern sie sich, dass wir sie längst gesehen haben, gib’ dem Ranger die Schubkarre zurück!”

„Der macht doch immer diese grausigen Fleischfotos …

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… so viel von mir dazu“

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Jedenfalls waren wir alle zum Abschluss und zur Versöhnung zusammen nachmittags bei einem strammen Gewitter im Park unterwegs, und ob ein Planendach wirklich auch einen Faradayschen Käfig darstellt, bezweifle ich weiterhin.

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Die Küste ruft. Zunächst geht es nach Francis Bay, wo holländische Reetdachhäuser mit Bootsanleger auf ihre Sommergäste warten. Man empfängt uns schon freundlich als erste deutsche Sommerurlauber.

Christys Catch im kleinen Zentrum von Francis Bay bietet jede Menge Fisch – frisch gefangen und auch zubereitet und zum mitnehmen.

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Wir wollten aber noch etwas weiter in den doch recht abgelegenen Küstenort Oysterbay.

Die endlosen Strände sind auch im Sommer fast leer, denn die wenigen Einheimischen und Touristen verlaufen sich hier.

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Bei Nick Borman haben wir dann unsere private Whalewatching-Terrasse bezogen.

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Ok, Fisch scheint es hier zu geben, Delphine sind auch da, wir halten Ausschau.

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Nick hat an  diesem Abend  die anwesenden Gäste, 3 südafrikanische Farmersgattinnen auf Wanderung (natürlich mit Gepäckservice), ein junges deutsches Polizistenpärchen vom Bodensee und uns beide an einen großen Tisch gesetzt, frischen Fisch zubereitet und fleißig Wein ausgeschenkt, tolle Unterhaltung auf afrikansk, deutsch und englisch am Ende von Oysterbay. Die 3 Südafrikanerinnen hatten einen Heidenspass daran, den beiden Jungen – gemeint sind die Polizisten –  die anregende Wirkung von Austern zu erklären, natürlich erst recht hier in Oysterbay.

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Whalewatching –  jetzt wieder nüchtern – weiter schwierig.

Auf der Piste nach Knysna haben sich diese Herrschaften ins Bild gedrängt.

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Weil wir am Vortag bereits am Horizont Hunderte von Kühen in einer einzigen langen Reihe stehen sahen, waren noch Fragen zu klären.

Zweimal am Tag stellen sich die Milchkühe (von alleine) in einer Reihe zum Melken an, alles vollautomatisch bei ca. 2.500 Kühen auf dieser Farm.  Alle Tiere sind mit einem Label und einer Art Strichcode versehen, der beim Eingang zur Melkanlage eingelesen wird. Sie laufen nach jedem automatischen Melkvorgang mit Milch-, Temperatur-, Nahrungs-, Fruchtbarkeits- und etc. -kontrolle abschließend durch eine Waschanlage. Darum sind diese Rindviecher immer so unheimlich sauber, hätte unser Wagen auch nötig gehabt, vor allem, weil die Hi-Tech-Tiere ganz gewöhnlich auf die Straße sch…

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Zwischenhalt im Badeort Plettenberg Bay oder wie man es hier auf mondän versucht „The Plett“.

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Der Strand an der Lagune ist jetzt frei aber uns schwant hier in der Hochsaison eine gewisse Körperdichte.

Aus der Karte des „Lookout Deck“ direkt am Strand möchten wir Calamaris und Combos (Kombination aus mehreren Fischsorten) lobend erwähnen.

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Jetzt war ich von diesen weichen, endlich nicht gummihaften Calamaris so begeistert, da erzählen mir die Einheimischen, diese kämen aus Kostengründen aus Südamerika, die guten hiesigen gingen in den Export, ich bleibe dran.

Der wie immer stets präsente Parkwächter „I watch your car“ hat in der Zwischenzeit unser Auto zumindest von außen (leider noch nicht von unten) gewaschen – Kosten Carwatching plus Wäsche plus großzügiger Tipp: ZAR 50.

In Knysna erwartet uns mit dem Azure-House eine englische Südküsten-Unterkunft, stellvertretend für alle Bed & Breakfast auf dieser Reise mit viel Platz und sehr nettem Service. Frühstück wurde auf der Zimmerterrasse mit Blick auf die Bucht serviert.

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Safe Go – also abends zum Apéro an den Hafen und zum Abendessen zu JJ’s, keine Reservierung, deshalb früh hin. Man sollte für gezielte Restaurants einfach immer 2-3 Tage Vorlauf bei der Reservierung haben.

Hat geklappt, riesige Fischplatte für 2 Personen, es dauert etwas, aber die Qualität ist exzellent – sorry, leider ohne Blitz aufgenommen, finde, das stört beim Essen.

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Über den Tischen hängen die Flaschen mit dem Lob früherer Gäste, soweit ich es entziffern und lesen konnte.

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Rundherum Vitrinen mit ausländischen Geldnoten, weisen irgendwie auch auf Trinkgeld hin.

Nächster Tag, reingefallen. Passiert uns nicht oft aber passiert.

Wir wollen mit der MS John Benn zu den Heads of Knysna, wir denken da an eine so angekündigte 90-minütige Fahrt durch die Bucht bis in den Indischen Ozean. Kaum aus dem Hafen heraus bleiben der Motor und damit das Schiff stehen, in kleinen Etappen geht es voran, damit die Fahrt auch 90 Minuten dauert. Durch die Brandung vorne kann das Boot gar nicht, das geht nur mit dem Catamaran, also Obacht in Knysna.

Zumindest kann ich Rotariern mit Unmut über ihr Clubhaus zeigen, im Knysna Yacht Club ist es auch nicht besser?!

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Nach dieser Hochsee-Lagunen-Fahrt muss die psychische Entschädigung entsprechend physisch ausfallen.

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Wir nehmen einheimische, felsenartige Austern, dazu einen trockenen Chardonnay

und Fish’n Chips für die Dame – sieht eher nach Chips’n Fish aus.

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Alles bei 34south im Hafen von Kysna.

Auf dem Weg nach Hermanus machen wir Station in Swellendam.

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Tolles Städtchen mit wie so oft holländischen Wurzeln.

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Zum Lunch im Old Goal mal traditionelle Hausmannskost, mal ausnahmsweise geschmortes Fleisch und kein Fisch.

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Sieht doch lecker aus oder? Wer immer noch etwas verträgt, sollte unbedingt die Nachtische probieren … oder den Hauptgang auslassen.

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Ausgerechnet unsere gertenschlanke Freundin Doro leitet das Adipositaszentrum eines Trierer Klinikums. Ich fürchte jetzt schon ihren Anruf. Doro, das sind nur neue Abschreckungsfotos für Deine Abteilung!

Wir wollen uns am Cap Algulhas noch einmal richtig durchlüften lassen.

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Ich gebe ja zu, nicht jeder hat für diesen Ort die passende Frisur.

Bemerkenswert: Hier im Ort gibt so gut wie keine Mauern oder Zäune um die Häuser, geschweige denn elektrische Schutzanlagen.

Tagesziel Hermanus bei einem netten englischen Ehepaar, alles clean, alles großzügig – auch das Frühstück und mit einem Chef, der auf alle Fragen eine Antwort weiß, so z.B. aus die Frage: Gehen wir noch bei Windstärke 5 auf ein Boot zum Whalewatching? Nein, wir gehen lieber nicht.

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Wir gehen zum De Voorsskooten am alten Hafen und finden hier gerade noch 2 Plätze bei einem Koch aus Bad Münstereifel.

Absacker in der hauseigenen „Bar of Honesty“, Stolz des Hausherrn und Treffpunkt der Gäste.

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Praktisch für die Gäste: Selbstbedienung, einfach und „redlich“ aufschreiben. Wir wären fast früh ins Bett gekommen, wenn wir nicht just auf zwei englische Gäste getroffen wären.

Hermanus verfügt über einen attraktiven und abwechslungsreichen Wanderweg, den Clipwalk, auf dem wir uns am nächsten Morgen 2 Stunden zum alten Hafen bewegen. Bewegung muss sein.

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Übrigens auch ein Tipp unseres Hausherrn für Walbeobachter an Land.

Delphine inbegriffen …

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Wale gab es dann auch noch, entweder schnell aus dem oder zurück  ins Wasser oder eher gemütlich wie hier …

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… könnte natürlich auch ein südafrikanisches U-Boot sein.

Ich habe mir Marinas Fernglas mal ausgeliehen und auch etwas entdeckt …

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Ist halt ein gutes Glas, wobei wir uns dem BURGUNDY nähern …

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… und dieses Mal habe ich die Muscheln!

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Da finden wir zufällig am Abend noch diese Strandbude an der Grotto-Beach, fünf Minuten von unserer Herberge entfernt.  In den Fenstern spiegelt sich schon die Abendsonne zum Sundowner

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Morgens wird hier Fisch verkauft.

 

 

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Natürlich wieder alles ausgebucht, aber der nette holländische Wirt bringt Gasthermen und Decken und weil wir da so gemütlich sitzen, werden es immer mehr Gäste.

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Ja Moment, hier gibt es natürlich auch Naturfotos…

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… selbst von Fischsuppen … bei Sonnenuntergang

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Heute wollen wir über Muizenberg und Kalk Bay zum Cape of Good Hope.

Manchmal habe ich das Gefühl, wir benötigen hier vor Ort mehr Zeit oder haben uns die Tage hier schon so entschleunigt? Lässt sich halt aushalten.

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Bevor an diesem schönen Sonntag noch mehr Leute auf die Idee kommen, besuchen wir die Pinguine an der alten Walfangstation Stony Point.

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Viele der hiesigen Pinguine wurden nach einer Ölpest nördlich von Robben-Island eingesammelt, gereinigt, mit dem Lkw nach Port Elisabeth gebracht und haben sich von dort auf die Reise zu ihrem neuen Domizil hier am Eingang zur False Bay gemacht.

Ihre Nachbarn sind von Aussterben bedrohte Westkapkormorane.

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Das braune Blattartige im vorderen Küstenbereich ist kein Schmutz sondern das gute Kelp, riesige Tangstränge, die am Boden wurzeln. U.a. wird daraus Agar-Agar gewonnen, später noch etwas mehr darüber.

Leider ist tolles Wetter und wieder Sonntag, d.h. alle sind nach dem Winter auf den Beinen und in Muizenberg ist Flohmarkt und Großbaustelle, in Kalk Bay ist Kunstmarkt und die Straßen sind generell zu.

So sieht es in Muizenberg an ruhigen Tagen aus.

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Die Baboons warten am Straßenrand auf Beute und offen gelassene Mülltonnen oder arglose Touristen.

Wir stellen die Tour um, kehren kurz in Simon’s Town ein.

In Simon’s Town, einem Marine-Standort, gibt es seit Jahren ein erfolgreiches  Integrationsmodell für junge Leute aus den Townships. Sie können hier segeln lernen, was in der False Bay nicht zuletzt aufgrund der manchmal hohen Wellen und des böigen Windes schon anspruchsvoll ist.

Nicht ohne Grund heißt das Projekt Izivunguvungu, was in Izi-Zulu so viel wie „starker Wind“ bedeutet. Einige der Jungs sind schon für Südafrika beim America’s Cup gesegelt.

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…  die hier trainieren noch.

Simon’s Town verfügt natürlich auch über einen zivilen Hafen mit vielen netten Restaurants.

Diese Frau mag ja auch die leckeren Calamaris, wird mir immer sympathischer.

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Schließlich wollen wir doch heute noch hier hoch

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Ok, wer sich hier auskennt, weiß, das mittlere Stück kann man auch mit der Bahn fahren, die fährt hier übrigens.

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Hier oben weht es einem die letzten Haare vom Kopf …

… und das Cape ist da unten.

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Oberhalb des Capes liegt ein großer Naturpark.

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Schnell noch über den Chapmans Peak Drive nach Camps Bay.

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Camps Bay vom Tafelberg aus gesehen

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Und da kommt sie wieder, die große Dunkelheit, chices Camps Bay an einem solchen Abend, die Terrassen und Lokale quirlig belegt, der Strand und der Boulevard tanzt, die Straßen voll … und ab 18.00 Uhr kein Strom mehr und das bis hinein nach Kapstadt und bis in die Nacht.

Auch am nächsten Tag. “Das ist hier manchmal so”

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Wir haben und empfehlen eine Taschenlampe, können den Tipp aber jetzt erweitern auf den Ankauf eines Consol Solarjar, keine Angst, ist keine App, sondern ein Einmachglas mit im Deckel eingelassener Solarzelle mit LED-Leuchte. Stammt aus südafrikanischer Produktion eines Beschäftigungsprojektes in Sowetho und ist die Lösung für Abende am Strand, auf der Terrasse oder generell bei Stromausfall (hier ZAR 180). Vielleicht gehört diese Romantik ja auch zum südafrikanischen Tourismusprogramm?

Am Montag nach Kalk Bay, wenn da nichts los ist, vormittags auf der Ostseite der Caphalbinsel, nachmittags im Westen – nur wegen der Sonne.

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Bei „The Beach at the Bell“ am Bahnhof sitzt man fast über dem Meer, bei Gischt schon fast darin.

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Diese Tidenpools machen richtig Laune, die Wassertemperatur leider (noch) nicht, aber die einmal gefüllten Becken erwärmen sich im Sommer schnell und halten die Temperatur.

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Also, wenn das nicht gesund ist ….?

Ok, schon wieder ein Foto mit Meerestieren, gibt ja auch so viele davon!

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Wir beschließen die Tour entlang der Garden-Route und den Besuch bei unseren tierischen Freunden mit einem Besuch des Two-Ocean-Aquariums in Kapstadt. 30 Becken, über 300 Fischarten und der lebende Seetangwald mit dem legendären „Kelp“ sind faszinierend.

Weil ich noch etwas für meinen angeschlagenen Ruf zun möchte, folgt hier ein kleiner Streifen mit “Kelp” und lebenden Fischen, bei Interesse und schnellem Internet bitte kelp_film anklicken!

Tipps rund um das Aquarium: Besuch des Food-Market und der soeben eröffneten Halle Watershed mit jungen afrikanischen Kunsthandwerkern.

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Natürlich kann man auch klassisch shoppen…

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… aber einen kleinen kulinarischen Tipp gibt es hier noch:

Ganzer Hummer mit einem Glas Wein im OYO-Restaurant des feinen Hotels Alfred & Viktoria direkt am Hafen mit Blick auf den seit diesem Jahr gelben Clocktower für ZAR 235.

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Ich hatte versprochen, viel über die hiesige Tierwelt zu berichten, deshalb lassen wir die anderen Tage in Kapstadt weil ohne direkten Tierkontakt – außer im Lokal – hier unerwähnt.

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Zum Abschied am 5. November fahren wir noch einmal nach Bloubergstrand, um von der Terrasse des Blue Peter auf dem Weg zum Flugplatz noch einen Blick auf Kapstadt und seinen Tafelberg zu werfen.

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Es hat uns in Südafrika sehr gut gefallen, eine echte Alternative zu Florida oder Kalifornien, und bei allem Reisen haben wir uns auf etwas über 3.000 km sogar gut erholt.

Wir grüßen alle mit einem Spruch von Vaughan Johnson, ganz besonders die neuen Großeltern Elli und Harald Reusch, die lieben Geburtstagskinder  Gudula, Gabi, Olaf und Massimo, die Mallorca-Fraktion  und die Jungs aus München, die bald wieder hier vor Ort  sein werden und bei denen ich mich für viele tolle Berichte über Kreuzfahrt- und Seenotszenarien auf der Cunard-Line revanchieren wollte, natürlich alle Tippgeber und geduldigen Leser.

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All denjenigen, die wir vor Weihnachten nicht mehr sehen, weil sie dann schon wieder unterwegs sein werden, wünschen wir mit diesem klassischen Blumenstrauß ein Frohes Fest

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Ganz herzlich

Eure

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Hajo & Marina

 

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„Also, ich hatte es mir schlimmer vorgestellt, war ja viel Fisch dabei!”

„Über lecker Dornenblätter hat niemand auch nur ein Wort verloren, komm wir gehen, tschüss dann“

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